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Im Erntefeld Gottes
Viele christliche Gruppen und Gemeinden verteilten auch dieses Jahr wieder Tages-Abreisskalender an Fremdsprachige in der Schweiz. Rosmarie Büchi gibt uns einen kleinen Einblick:

Wir alle, die wir bei der laufenden Kalenderaktion mitgemacht haben, sind erfüllt von vielen, meist schönen Erinnerungen. Wir durften das Wort Gottes weitergeben und am Leben unserer Mitmenschen Anteil nehmen. Uns beeindruckte die Gastfreundschaft der Fremdsprachigen, denen wir begegnet sind. Weshalb dann nur dieses Kribbeln zuvor …?

Meinst Du mich?
Wieder war es Zeit, um sich konkrete Gedanken über die Kalenderaktion zu machen: Leute suchen, Kalender, DVDs und Traktate bestellen, Organisatorisches anpacken. Trotz all der schönen Erinnerungen vom vergangenen Jahr kribbelte es in meinem Bauch. «Herr, muss das wirklich sein? Meinst du mich?» Eine andere Stimme tönte: «Was bringt es, die Leute sind eh verschlossen und wollen nichts.» Ja, der Kampf beginnt jedes Jahr aufs Neue. Das ist typisch. Wenn wir uns für Gott aufmachen, meldet sich die andere Seite in unserem Innern und will uns entmutigen. So klammerte ich mich an die vielen Bibelstellen, die mich anspornten. Ja, ich will Gott dienen! Auch in diesem Jahr.

Mutmachende Erinnerungen

Viele Jahre schon hatten wir an jener Haustüre geläutet. Immer vergebens. Die Frau war schroff, unfreundlich und abweisend. Als meine Kollegin und ich wieder in der Nähe waren, fragten wir uns: «Wollen wir da überhaupt läuten? Es bringt ja doch nichts. Nein, dieses Mal gehen wir definitiv vorüber.» In letzter Sekunde hält uns etwas davon ab und wir betätigen den Klingelknopf. Die Frau öffnet. Freundlich bringen wir unser Anliegen vor. Und siehe da, die Frau kauft zum ersten Mal einen Kalender und erst noch freudig. Unser Fazit: beharrlich bleiben, nicht aufgeben. Plötzlich ändert sich etwas im Leben der Menschen und sie werden offen fürs Evangelium.

Freude, die bleibt
Eine kurdische Irakerfamilie besuchen wir seit vielen Jahren. Sie sind sehr gastfreundlich und freuen sich jedes Mal über unseren Besuch. An unseren «Internationalen Abend» waren sie allerdings noch nie gekommen. Leider gibt es sehr wenig christliche Literatur in ihrer Sprache. Wir freuen uns aber, dass die Kinder mit grosser Begeisterung und seit vielen Jahren an der Kinderwoche unseres Dorfes teilnehmen. Der Älteste ist seit längerem der oberen Altersgrenze entwachsen. Er verblüffte uns dieses Jahr mit der Anfrage, ob er mithelfen dürfe. Das Team, in dem er mitgearbeitet hat, lobte ihn überaus. Er sei mit Freude und grossem Eifer dabei gewesen. Freude herrscht in unseren Herzen. Diese Freude wollen wir behalten.

Wer wagt, gewinnt
Die Nachbarin meiner Kollegin Ruth sagte nur zögernd zu, als sie diese vor zwei Jahren fragte, ob sie bereit wäre, selber einen oder zwei Kalender zu verteilen. Durch ein Missverständnis geriet dann einer jener Kalender in die Hände einer Portugiesin aus der so genannten «Oberschicht». Die zufällige Empfängerin reagierte mit solcher Freude, dass die Nachbarin nur danken und jubeln konnte. Nie hätte sie sich getraut, von sich aus an jene Frau zu gelangen.

Ja, der Auftrag, das Evangelium zu verkünden, geht weiter. Wir alle brauchen Ermutigung und Unterstützung, damit wir hingehen und die frohe Botschaft zu Nachbarn und Freunden bringen!

Rosmarie Büchi
buechis@bluewin.ch

Bestellungen von fremdsprachigen Kalendern: www.meos.ch/shop/



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