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Seeleute, ein vergessenes Volk?
Ein Buch von M.Otto

Autor: Martin Otto
Titel: Seeleute, ein vergessenes Volk
ISBN: 3-931188-48-5
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Uns ist es ein Anliegen, dass wir Seeleute zu Jüngern machen, damit sie auch andere zu Jüngern machen können. Mit Orlando, einem Seemann, traf ich mich jede Woche einmal um Gottes Wort zu lehren und miteinander zu beten. Er sagte nach sieben Monaten, kurz bevor er Anfang Mai in Urlaub zu seiner Familie ging: „Als ich aufs Schiff kam, war ich geistlich sehr schwach und wäre ohne die Bibelkurse, die du mir gegeben hast, noch schwächer geworden. Jetzt habe ich so viel gelernt und bin im Glauben gewachsen, dass ich das Gelernte zu Hause in der Familie und Gemeinde anwenden möchte. Ich werde auf jeden Fall mit dir in Kontakt bleiben.“

Ein anderer Seemann, den ich über zwei Jahre begleitete, sandte mir sieben Bibelkurse zu. Er traf jetzt auf einem Containerschiff Volker Lamaack, der mit uns zusammen arbeitet. Der Seemann war durch das Studieren der Kurse innerlich so vorbereitet, dass Volker ihn zum Glauben führen konnte. Rafael ist ein Seemann, der jetzt fünf Bibelkurse studiert hat. Sein Glaubensleben wurde dadurch so ansteckend, dass sein Kollege mich bat, ihm doch auch solche Fernkurse zuzusenden. Auf einem Schiff der Vereinigten Arabischen Emirate fragte mich ein Seemann aus dem Irak nach einer Bibel in Arabisch. Gern kam ich der Bitte nach und gab ihm auch gleichzeitig einen arabischen Bibelfernkurs. Jetzt hat er bereits die Hälfte des Kurses studiert, und ich freue mich, ihn bald wieder zu treffen.

Überhaupt ist es interessant zu sehen, wie stark Seeleute nach geistlichen Dingen verlangen. Auf einem Kreuzfahrtschiff im Trockendock wollte ein Inder so viele Bibelkurse wie möglich von mir haben. Einmal für sich zum Studieren und dann auch noch für seinen Bruder in Indien. Auf dem Containerschiff „Cap Nelson“ studiert ein Küchenjunge fleißig Bibelkurse. Jedes Mal, wenn sein Schiff in Hamburg ist, ruft er mich an und sagt: „Bitte komm bald auf mein Schiff und bringe genügend Bibeln und Bibelkurse mit.“

Eines der bekanntesten Schiffe ist wohl die „Queen Elisabeth II“ mit 1000 Seeleuten aus 40 verschiedenen Staaten. Volker Lamaack und ich konnten dort den ganzen Tag viel Literatur an Seeleute verteilen und erlebten große Offenheit. So wollte eine Engländerin zum ersten Mal in ihrem Leben beginnen, die Bibel zu lesen.

Eine Frau aus Nepal, deren Religion der Hinduismus ist, bat auch um eine Bibel und kam am Abend zum Bibelstudium mit etlichen anderen Seeleuten aus Sri Lanka, Indien, Südafrika, Philippinen, Nepal und Indonesien. Im Juni, Juli und August werden wir auf weiteren Kreuzfahrtschiffen tätig sein.

Von Zeit zu Zeit erhalten wir Briefe von Ehefrauen der Seeleute. Vor einigen Tagen schrieb eine Philippina folgende Zeilen: „Ich bin die Frau von Marpol, der bei dir Bibelfernkurse studiert. Jedes Mal, wenn mein Mann nach Hause kommt, bringt er etliche Bücher mit, die er von dir erhalten hat. Ich freue mich sehr darüber. Durch diese Kurse wird er geistlich genährt und nicht nur das, er gibt auch die geistliche Nahrung an mich und an die Gemeinde weiter. Mein Mann ist ein wahrer Segen für mich geworden, und ich bin dankbar, dass du dich um ihn kümmerst. Bitte mach so weiter! Auch ich würde gerne von dir solche Bibelkurse erhalten. Bitte sende mir die gleichen Kurse, die mein Mann studiert hat.”

Peter Strauch (DEA) schreibt: „Selten hat mich ein Buch so berührt wie dies. Es zeigt eindrücklich, was geschieht, wenn sich ein Mensch darauf einlässt, auf Gott zu hören und ihm zu gehorchen. Und es öffnet den Blick und das Herz für eine internationale Gruppe von Menschen, die erstaunlich offen für das Evangelium von Jesus ist. Welch eine Herausforderung, die Seemannsmission mit Gebet und Gaben zu unterstützen und sich vielleicht selbst in diese Arbeit rufen zu lassen! Hier ist eine offene Tür, und wir werden schuldig, wenn wir sie nicht nutzen.”

Dr.Allan K.Adams, ehemaliger Direktor der „Logos“ und „Doulos“ meint folgendes: „Seitdem Martin Otto (1982) zu einem Kurzeinsatz auf dem Missionsschiff Logos war, habe ich den Dienst von ihm persönlich verfolgt. Seine Leidenschaft, Menschen – insbesondere die Seeleute – mit dem Evangelium zu erreichen, ist in den Jahren der beständigen praktischen Arbeit zur Reife gelangt. Die Einsichten aus diesem Buch stammen aus den täglichen Erfahrungen in seinem Dienst der Hingabe (an die Seeleute). Die Herausforderung an seine Leser besteht nicht nur darin, sich der Nöte der Seeleute bewusst zu werden, sondern auch, sich zu einem persönlichen Einsatz für dieses vernachlässigte Volk ermutigen zu lassen.

Patrick Johnstone (WEC) sagt zu diesem Buch "Welch ein strategisches Buch! Etwa 200 von 238 Staaten auf dieser Welt haben direkten Zugang zum Meer, davon auch viele der am wenigsten evangelisierten Länder. Die Seeleute zu erreichen ist strategisch sehr wichtig, doch noch wichtiger ist es, ein Netzwerk von Evangelisten, Seemannsorganisationen und solchen, die andere zu Jüngern machen, in den Häfen der Welt aufzubauen. Möge dieses visionäre Buch
dafür eine Hilfe sein und damit einen erheblichen Anteil zur Weltevangelisation beitragen."


Das Buch kann man einfach unter www.freunde-fuer-seeleute.de bestellen.
Publiziert am 2006/3/11 von aaron





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