Familie Rabeantoandor mit SIM International (Suisse) in Madagaskar
In einem Missionsspital im Norden Madagaskars kümmerte sich der junge madagassische Ingenieur Jimmy um die Bau-projekte und den Unterhalt der Gebäude. Marlis, eine Kran-kenpflegerin aus der Schweiz, bewarb sich dort
für einen missionarisch-medizinischen Dienst. Die beiden entdeckten ihr gemeinsames Interesse für Mis-sion und ihre Liebe zueinander - und heirateten. Seit ihrer ersten Begegnung ist für sie das Leben als Missionare daher etwas ganz Normales. Nach sieben Jahren Mitarbeit am Spital kam die junge Familie Rabeantoandro in die Schweiz, wo Jimmy derzeit am Bibelinstitut Emmaus in St. Légier eine dreijährige Ausbil-dung abschliesst. Mittlerweile zählt die Familie drei Kinder: Mario, Tania und Livio.
Ihre Vision, Gottes Reich in Madagaskar zu bauen, wurde nicht ge-trübt. Ganz im Gegenteil. Doch die Rabeantoandros wünschen sich einen soliden Rahmen und gute Strukturen. Sie möchten mit der SIM Schweiz auf der grossen Insel zusammenarbeiten.
„Wir wollen gerne mit den Men-schen in den Dörfern leben, um sie zu verstehen, um ihnen zu helfen und mit ihnen das wahre Leben, das Jesus gibt, zu teilen“, sagt Jimmy. „Es liegt uns auch am Herzen, dass die Gemeinden auf dem Land fähig werden, am Missionsauftrag teilzu-haben und die Liebe Jesu in andere Teile der Welt weiterzutragen.“
Der Herr hat ihre Gebete erhört. Am 2. September werden sie die Schweiz verlassen, um in Niarovana-Caroline, einem kleinen Dorf an der Ostküste Madagaskars, ein neues Zuhause zu finden. Für die erste Phase ihres Projektes sind drei Jahre vorgesehen. Die Familie wird mit einer Reihe von Dorfgemeinden im Umkreis von 100 Kilo-metern arbeiten. Dazu gehört auch ein nachhaltiges landwirtschaft-liches Entwicklungsprojekt, das der gesamten Bevölkerung der Umgebung zugutekommen soll.
Weitere Fotos vom Leben auf dem Land


Marlis und Jimmy sind sich einig: „Der erste Schritt in unserem Dienst wird sein, dass wir ein Vertrauensverhältnis zu der Land-bevölkerung und der örtlichen Verwaltung aufbauen. Von der ersten Woche an wollen wir als Familie für die Menschen vor Ort präsent sein.“
Für Mario und Tania beginnt die Schule bereits am 5. September. „Es ist wichtig, dass wir sehr schnell eine Unterkunft im Dorf finden“, erklärt Marlis und fügt hinzu: „Auf lange Sicht hin wollen wir ein Haus für uns als Familie und für die Bedürfnisse unseres Projektes bauen.“
Die Dorfbewohner stehen der Sache wohlwollend gegenüber. Sie haben der Mission ein Grundstück von einem Hektar zur Verfü-gung gestellt. Sie wünschen sich, dass auf dem Gelände einmal eine Krankenstation für das Dorf errichtet wird, denn eine medi-zinische Grundversorgung ist dringend nötig. „Wenn wir erst einmal dort sind, müssen wir sehr genau schauen, inwiefern ihre Vorstellungen verwirklicht werden können“, kommentiert Jimmy die Überlegungen.
Jimmy und Marlis denken noch an einen weiteren wichtigen Be-reich: eine Radiostation. Der Antrag dafür läuft, die ersten Schritte auf Ministerialebene wurden bereits unternommen. „Dieses Projekt ermöglicht uns, die Bevölkerung des Gebietes noch effektiver zu erreichen“, sind sich die beiden sicher.
Den Text aus 5. Mose 31,8 betrachten die Rabeantoandros als Motto für ihr grosses Abenteuer mit Gott: „… der Herr selbst wird vor dir hergehen. Er wird bei dir sein. Er wird sich nicht von dir zurückziehen und dich nicht im Stich lassen!“ Sie freuen sich über jegliche Hilfe, die sie erhalten. Neben dem Gebet und der finan-ziellen Unterstützung wären sie auch sehr froh, wenn Leute für eine Zeit zu ihnen kommen könnten, um ihnen in verschie-denen praktischen Bereichen zur Hand zu gehen.
Beten Sie, dass Gott …
… Mitarbeiter schickt, die der Familie in den Bereichen Medizin, Bau, Bibelschule, Landwirtschaft, Evangelisation, Unterrichten ihrer Kin-der, Radio und technische Ausbildung helfen.
… ihnen ein Haus und ein Grundstück schenkt.
… der Familie hilft, sich schnell an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen.






