Gott nimmt uns beim Wort

Hallo, mein Name ist Philipp Rüsch und ich arbeite Vollzeit im Reich Gottes. Das zu schreiben, wäre für mich vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen. Nicht, weil ich es Jesus nicht zugetraut hätte oder weil ich Mission nicht gut finde. Ich war mir damals nur schlicht und einfach sicher, dass jemand wie ich in der Mission nicht gebraucht wird. Ich glaubte komischerweise, dass Missionare hauptsächlich in Übersee arbeiten und dort nur handwerkliche, theolo-gische und medizinische Berufe benötigt werden. Da ich gerade mein Studium in Betriebswirtschaft abge-  schlossen hatte, kam ich also eindeutig nicht infrage, dachte ich. Das ist betriebs-wirtschaftlich logisch. Was für ein Irrtum!

Wie es dazu kam
Zwei Monate zuvor, im Sommer 2009, hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Ich schrieb gerade an meiner Bachelorarbeit. Eines Morgens wachte ich auf und hatte Bauchschmerzen. Das ist weiter nichts Schlimmes, also blieb ich vorerst im Bett. Doch der Schmerz wurde stärker. Mittlerweile hatte ich auch Fieber. Gegen Abend ging ich vorsichtig ins Badezimmer. Vor dem Waschbecken wurde mir plötzlich schwarz vor Augen und meine Beine gaben nach. Mühsam schleppte ich mich ans Telefon. Glücklicherweise war meine Nachbarin zu Hause und fuhr mich in die Notfallambulanz. Für den Arzt war die Sache sofort klar: Blinddarm.

Um Mitternacht lag ich auf dem OP-Tisch
Als ich einige Stunden später wieder aufwachte, sagte man mir, dass es sogar ein Blinddarmdurchbruch war. Interessanterweise hatte sich eine Fettschicht über den Riss gelegt, sodass nichts aus der entzündeten Stelle in den Bauchraum austreten konnte. Erst eine Weile später wurde mir so richtig bewusst, wie gefährlich diese Situation war und wie Gott mich bewahrt hatte. Ich war Gott enorm dankbar.

Was soll ich nach dem Studium tun?
Als ich dort im Krankenhaus lag, krochen langsam aber bestimmt Sorgen und Ängste über meine Zukunft in mein Bewusstsein. Was soll ich nach dem Studium tun? Weiterstudieren oder einen Job suchen? Fürs Masterstudium waren die Fristen schon abgelaufen, doch die Aussichten, eine gute Arbeitsstelle zu finden, waren mitten in der Wirtschaftskrise auch nicht gerade rosig. Ich warf Gott im Gebet meine Sorgen vor die Füße und bat ihn, meine Zukunft in seine Hand zu nehmen. Er soll mich einfach dort gebrauchen, wo er es für richtig hält.

So etwas lässt sich Gott nicht zweimal sagen
Bereits vier Wochen nach Ende des Studiums gingen zwei Türen auf, ohne dass ich auch nur eine einzige Stellenanzeige gelesen oder Bewerbung rausgeschickt hatte. Ich stand an einer Kreuzung und musste mich entscheiden. Der eine Weg führte nach Hamburg, der andere nach Wien. Nach einigen Wochen mit viel Gebet und Gesprächen mit Menschen, die mich gut kennen, wurde es mir klar: Gott kann mich an beiden Orten gebrauchen und lässt mir wirklich freie Wahl. Es gibt nicht immer nur den einen richtigen Weg, es kann auch mehrere Wege geben, die seinem Willen entsprechen. Dieses Bewusstsein war eine große Erleichterung für mich. Ich entschied mich eine Bewerbung nach Wien zu schicken und erhielt einige Zeit später von dort die Zusage.

Von der Personalabteilung ins Radio

Heute arbeite ich bei TWR (Trans World Radio; internationaler Partner von ERF Medien) mit daran, dass Menschen auf der ganzen Welt von Jesus hören. Ich bin immer noch kein Handwerker, Theologe oder Arzt, aber ich kann meine Gaben, Talente und Gelerntes voll einbringen. Ich sitze auch nicht in Übersee, sondern mitten in Europa.

Mein Einsatzgebiet ist die Personalabteilung und meine Aufgaben reichen dort von Marketing bis Verwaltung. Ich sorge mit dafür, dass neue Mitarbeiter ihren Weg zu TWR finden und unsere Mitarbeiter in ihren alltäglichen Aufgaben entlastet werden. So trage ich meinen Teil dazu bei, dass Menschen in Europa und Nordafrika, im Nahen und Mittleren Osten über Radio, Fernsehen und Internet Jesus kennen lernen.

Welchen beruflichen Hintergrund hast du? Ich bin mir sicher, dass du ihn voll im Reich Gottes einsetzen kannst! Vielleicht ja sogar auch bei TWR. Schau doch mal rein in unsere offenen Stellen: http://www.twr.org/get_involved/serve/opportunities/?loc=&cat=&type