Hilfe, wo die Familie fehlt
Wie wichtig ist die Familie?
Vor ein paar Wochen habe ich Freunde in Moldawien besucht. Diese Freunde haben vor ein paar Jahren begonnen, auf klares Reden von Gott hin, Kinderlager zu organisieren. Sie erzählten mir, dass sie, als sie anfingen, gerade genug Geld hatten um den Tank des Autos zu füllen um in die Ortschaft zu fahren wo sie das Lager durchführen wollten. Gott tat den Rest! Nun gehört ihnen ein Lager-Gelände wo während den drei Sommermonaten ein Lager nach dem anderen stattfindet.
Ich konnte am ersten Lager des Jahres teilnehmen. Die Kinder in diesem Lager kamen nicht aus christlichen Familien, aus den Gemeinden der Umgebung, nein, es waren alles Kinder aus verschiedenen Heimen. Vor allem den älteren Jungs war es richtig anzusehen, woher sie ka-men. Einige galten als behindert, aber ich bin überzeugt dass die Behinderung nicht eine angeborene war, sondern da-her stammte, dass sie ohne Familie und ohne die rich-tige Betreuung aufgewachsen waren. Einige der jüngeren hängten sich schnell an einen der Leiter und suchten seine Aufmerksamkeit. Es tat weh, diese Kinder zu sehen in ihrem Suchen nach Annahme und Liebe und ich ver-suchte mir vorzustellen, wie es wohl sein musste, ohne Familie, in einem Heim mit vielen anderen Kindern aufzuwachsen.
Bei einem Besuch in der Ukraine, wo ich unterrichtete, fragte ich, ob es immer noch so viele Kinderheime gäbe wie in der Sowjetunion. Ja, die wären immer noch da, war die Antwort, aber jetzt gäbe es viele Sozialwaisen. Sozialwaisen sind Kinder, welche von ihren Eltern zurückgelassen wurden als diese im Westen Arbeit und ein neues Leben suchten. In diesem neuen Leben hatten die Kinder oft keinen Platz mehr und landeten in Heimen. Was wird aus diesen Kindern? Welche Sicht des Lebens haben sie?
Aber nicht nur in Osteuropa, auch in vielen anderen Ländern sind Familien an-gegriffen, landen Kinder in Heimen, aus was für Gründen auch immer. In Indien wach-sen viele Kinder in Heimen auf, weit weg von ihren Familien, weil die Familie zu arm ist um das Kind zur Schule zu schicken.
Unsere Herausforderung als Christen
Wir sind herausgefordert. Egal ob wir alt oder jung, verheiratet oder ledig sind, wir müssen mithelfen, Familie zu leben wie Gott es gewollt hat, ein Vorbild für andere zu sein und solchen ohne Familie zur erweiterten Familie werden.
Die Bibel sagt vieles zum Thema Kinder, Eltern und Familien.
Es scheint uns unmöglich, dass eine Mutter ihr Kind vergessen oder weggeben könnte, und doch kommt es wie oben erwähnt immer wieder vor. Gott sagt uns in Jes. 49:15: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über ihren leiblichen Sohn? Und wenn sie desselben vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. Er, der allmächtige Gott liebt die Kinder und kümmert sich um sie. Aber er braucht uns dazu.
Gerade in der Schweiz werden im Moment viele kontroverse Themen diskutiert die die Schule betreffen. Zum Beispiel wer die Sexualerziehung der Kinder macht, aber auch, wie viel Christentum denn in der Schule noch sein darf. In den folgenden zwei Bibelstellen sehen wir klar, wer den Kindern das weiterge-ben soll, das wirklich wichtig ist. Ganz klar, es sind die Eltern, die Familie.
Deu 6:6+7 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern fleißig einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;
Psa 78:4+6 Es wurde ihren Söhnen nicht vorenthalten, sondern sie haben dem spätern Geschlecht den Ruhm des HERRN erzählt, seine Macht und seine Wunder, die er getan, nämlich, dass er ein Zeugnis aufstellte in Jakob und ein Gesetz gab in Israel, von welchem er unsern Vätern befahl, es ihren Kindern kundzutun, damit das spätere Geschlecht es wisse, die Kinder, die noch sollten geboren werden, und damit auch sie, wenn sie aufgewachsen wären, es ihren Kindern erzählten.
Zuhause, im Elternhaus sollen die Kinder von den Eltern lernen wie man lebt, wie man Gott nachfolgt und ihn anbetet. Eltern sind das beste Beispiel für die Kinder.
Was aber, wenn die Eltern fehlen oder nicht fähig sind ihren Kindern ein solches Bei-spiel zu sein? Da sind wir alle gefordert als Christen, als Gemeinden, diesen Kin-dern zu Ersatz-Eltern, zu Onkeln und Tanten zu werden, zu grossen Brüdern und Schwestern die ihnen zeigen wie ein Leben mit und für Gott gelebt wird.
Das können wir in unseren eigenen Familien, in der Nachbarschaft oder im Ausland tun, in einem kurzen oder längeren Einsatz. Bist du dabei?
Für Einsatzmöglichkeiten kannst du dich bei JMEM, OM oder anderen Organisationen melden.






