Mission-Net

Die Schweiz mit 450 Teilnehmenden am Mission-Net in Offenburg

Vom 28.12.2013 bis 2.1.2014 liessen sich rund 450 mehrheitlich junge Teilnehmende aus der Schweiz am dritten Mission-Net Kongress zu einem missionalen Lebensstil herausfordern. Karin Rachamandra, die zusammen mit ihrem Mann die internationale Studentenbewegung (IFES) unterstützt, legte im täglichen Bibelstudium anhand des Buches Nehemia aus, was es bedeutet, durch die Kraft Gottes mobil gemacht zu werden und zusammen das Reich Gottes zu bauen. Nach einer dramatischen Bekehrung im Alter von 19, arbeitete Karin in Europa unter Drogensüchtigen und Alkoholikern und später mit Flüchtlingen, Gefängnisinsassen und gefährdeten Mädchen in Thailand. Durch ihr Zeugnis, sowie durch weitere Predigten sprach Gott in das Leben vieler junger Menschen hinein. Auch George Verwer, der Gründer von OM ermutigte die Teilnehmenden zu kompromissloser Hingabe an Jesus Christus und damit zum aktiven Handeln. In Familiengruppen wurde das Gehörte vertieft und in den Alltag der Teilnehmenden integriert.

Neben den Plenarveranstaltungen blieb viel Zeit, sich im Global Market, einer Ausstellung von über 120 verschiedenen Missionsorganisationen, Ausbildungsstätten und Sozialwerken über Einsatzmöglichkeiten zu informieren oder konkrete Schritte in Richtung Mission zu unternehmen. Auch in den zahlreichen Seminaren standen kompetente Redner zur Verfügung, die ihre Erfahrung an die jungen Menschen weitergaben. Jedes teilnehmende Land Europas traf sich in einem Nationentreffen, wo Informationen ausgetauscht und für das jeweilige Land gebetet wurde. Für die Schweizer organisierten Christen aus der Romandi das Treffen mit deutscher Übersetzung. Die Prophetie, die vom Landesmotivator Andreas Zindel weitergegeben wurde, berührte und stärkte viele. Sie war ihm am letzten Mission-Net Kongress von einem finnischen Beter gegeben worden. Die Schweiz als Wasserschloss Europas mit ihren vier Hauptflüssen in alle Himmelsrichtungen wurde zum Bild für die segensreichen Auswirkungen, die von der Schweiz aus in ganz Europa hineinfliessen werden. Ähnlich der Vision in Hesekiel 47, wo Wasser unter der Tempelschwelle hervorquillt und aus einem Rinnsal ein Strom wird, der nicht mehr zu Fuss durchwatet werden kann, sollen die geistlichen Ströme aus der Schweiz sein.

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Lisa: Ich fand es mega cool und ermutigend zu sehen, wie viele Teilnehmer aus Osteuropa nach Offenburg kamen. Viele von ihnen sind bis zu zwei Tagen unterwegs gewesen und haben ihr letztes Geld dafür ausgegeben. Ein Beispiel dafür, wie wichtig ihnen der Kontakt zu den Gemeinden und Organisationen im Westen ist. Ich kam mit Leuten aus Mazedonien ins Gespräch. Beim letzten MN kamen nur gerade der Nationale Motivator mit einem Teilnehmer. Heute sind 85 Teilnehmer unter uns, unglaublich.

Was hat dich vom Programm her begeistert?
Dass soziale Gerechtigkeit ein Schwerpunkt war und wir auf diesem Gebiet echt herausgefordert wurden, Flagge zu zeigen, fand ich echt stark. Dabei geht es nicht allein ums Geld sammeln sondern eben auch seinen eigenen Lebensstil und den Umgang mit Ressourcen in Frage zu stellen. Christsein hat nicht nur mit Bekennen und Bezeugen zu tun sondern fordert auf verschiedenen Ebenen einen «missionalen und verantwortungsbewussten Lebensstil». Dass ich als Christ in diesem Spannungsfeld nicht alleine da stehe ist gerade auf dem Hintergrund von Mission-Net sehr ermutigend.

Mirjam: Ich bin zum ersten Mal am Mission-Net und bin sehr beeindruckt. Ich bin schon an vielen christlichen Konferenzen gewesen, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Das Netzwerk von Organisationen, Kulturen, Gemeinden und auch die praktische Umsetzung hat mich sehr angesprochen. Ich bin herausgefordert mein Leben als Spiegelbild meines Glaubens gegen aussen zu reflektieren. Ohne das haben wir keine Stosskraft und sind wir wirkungslos Morgen ist Mission-Net zu Ende.

Der Alltag kommt. Was nimmst du mit von Mission-Net?
In erster Linie Begeisterung und Ermutigung. Ich will als Kind Gottes authentisch mein Leben in Christus im Alltag leben und gross von ihm und seinem Handeln an mir denken.