Touristen Schweiz

Sommereinsätze

Jeden Sommer verbringen Menschen aus aller Welt ihre Ferien in unserer schönen Schweiz! Was liegt da näher, als sie herzlich willkommen zu heissen und ihnen ein kleines Geschenk mit nach Hause zu geben.

Denn wir wünschen uns, dass unsere Besucher nicht nur viele schöne Eindrücke und Bilder aus der Schweiz mitnehmen, sondern auch eine Begegnung mit Christen und unserem Glauben.

Die Einsätze
Die Sommereinsätze finden in Zürich, Luzern und Interlaken statt. Teilnehmen kann man an einzelnen Tagen oder während einer Woche, je nach Einsatzort. Die Einsätze beginnen meist am Nachmittag und gehen bis in den frühen Abend. Zu jedem Einsatz gehört eine kurze Schulung und Einführung, Gebet und ganz spannende Begegnungen, wenn man anschliessend in 2 – 3er-Gruppen in den Fussgängerzonen unterwegs ist. Jeder Teilnehmer beteiligt sich an den Unkosten.

Anforderungen
Die Sommereinsätze stehen allen offen, die einen lebendigen Glauben an unseren Herrn und Erretter Jesus Christus haben. Ausserdem sollte man ein bisschen Englisch können, um mit den Touristen kommunizieren zu können.

Süsses Gespräch an der Bahnhofstrasse

Niemals wäre ich selbst auf die Idee gekommen an der Bahnhofstrasse in Zürich in ein nobles Café zu sitzen und etwas zu bestellen – viel zu teuer für meinen Geschmack. Und eigentlich hatte ich mich mit meinem Partner bei Reach a Tourist auf einen intensiven und anstrengenden Nachmittag eingestellt.

Doch hier sassen wir nun mit einer ganzen Dessertvariation vor uns. Wir waren unterwegs um Touristen in Zürich willkommen zu heissen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und wenn möglich unseren Glauben mit ihnen zu teilen. Abu Nasser stand wartend an der Bahnhofstrasse, war jedoch nicht sehr interessiert, als wir ihn ansprachen: «Ich bin Moslem, ihr seid Christen – was sollen wir denn schon reden».

Wir waren schon wieder ein paar Schritte weiter als sich auch einer Randbemerkung dennoch ein Gespräch entwickelte. Da er sowieso auf seine Frau und Tochter warten musste, die in der Bahnhofstrasse shoppen gegangen waren, wollte er im Café etwas essen. Unsere Einladung schlug er ab und lud stattdessen uns ein zu Kaffee (oder Ovi) und Kuchen. Seine drei Kinder schickte er immer wieder zum Dessertbuffet, von wo sie uns mit den leckersten Köstlichkeiten versorgten (für mind. 200 Franken). Wir genossen nicht nur die Grosszügigkeit der Einladung von Abu Nasser, sondern vor allem auch das Gespräch mit ihm. Er war sehr offen über seinen und unseren Glauben zu sprechen und wir begegneten uns mit viel Respekt.

Ich merkte, dass Gott das Gespräch führte. Besonders bei schwierigen theologischen Fragen, bei denen ich sonst Schweissausbrüche bekomme, kamen mir ganz natürlich passende Gedanken und wir konnten so  Zeugnis für Gott ablegen. Anders als erwartet, aber reich beschenkt von Gott. Beten wir doch, dass Gott durch das Gehörte das Herz von Abu Nasser verändert!

Bericht von Daniel Frei